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    Oktober 20, 2016 0

    MÄRKTE EUROPA/EZB ohne Handlungsdruck – Milchpreis belastet Gea

    Posted by:KayZaremba onOktober 20, 2016

    Auf dieser Website wurde der Original Beitrag veroeffentlicht...

    Von Thomas Leppert

    FRANKFURT (Dow Jones)–Die europäischen Börsen haben am Donnerstag im Plus geschlossen. Nur kurzfristig sorgte die Pressekonferenz von EZB-Präsident Mario Draghi für etwas Volatilität an der Börse. Für viele Marktakteure lieferte der Italiener jedoch nichts Neues. Die im Vorfeld befürchtete Drosselung der EZB-Wertpapierkäufe war zwar ein Thema auf der Pressekonferenz, nicht aber auf der eigentlichen Sitzung. Draghi konnte alle Fragen in diese Richtung, auch zu Anpassungen für den reibungslosen Verlauf des Programms, abwehren. „Dabei hatte man das Gefühl, es ging heute eigentlich nur darum, darüber zu sprechen, worüber man nicht gesprochen hat“, kommentierte Christoph Kutt, Leiter der Zinsstrategie der DZ Bank.

    Der DAX stieg um 0,5 Prozent auf 10.701 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 0,7 Prozent auf 3.077 Zähler zu. Neben der EZB-Sitzung beschäftigte Anleger die Berichtssaison, die mit Gea und Lufthansa Überraschungen lieferte. Obwohl EZB-Präsident Mario Draghi für viele nichts Neues sagte, stiegen die Bundesanleihen – im Gegenzug fielen die Renditen. Auch der Euro reagierte und fiel gegenüber dem Dollar auf 1,0940 – der tiefste Stand seit Ende Juni.

    EZB-Präsident Mario Draghi ist es wieder einmal gelungen, sich alle Türen offen zu halten. Die vielen ausweichenden Äußerungen Draghis auf der Pressekonferenz erklärte die ING Diba damit, dass Draghi angesichts der vielen Unsicherheiten Zeit gewinnen wolle. „Unserer Meinung nach ist die EZB noch nicht dazu bereit, das Ankaufprogramm auszuweiten“, kommentierte Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Die Erholung im Euroraum sei gegenwärtig nicht schwach genug, um mehr Stimuli zu rechtfertigen, aber auch nicht stark genug, um leichtfertig über eine schrittweise Verringerung des Programms (Tapering) zu reden.

    Für die Marktstrategen der Helaba hatte der Italiener keine Überraschungen parat. So sagte Draghi, dass weder über ein „Tapering“ noch über eine Ausweitung des Anleihekaufprogramms diskutiert worden sei. Einen klaren Hinweis zur weiteren volumenmäßigen Entwicklung des QE blieb Draghi ebenso schuldig. Mit dem Verweis auf die Abwärtsrisiken für das Basisszenario der EZB und der Einschätzung, dass der beträchtliche monetäre Stimulus beibehalten werden solle, ist für die Marktstrategen der Helaba eine zeitliche Ausdehnung wahrscheinlicher als ein baldiger Beginn des Taperings – also der schrittweisen Reduzierungen des Ankaufvolumens.

    Lufthansa überrascht diesmal positiv 
     
    

    Unter den Einzelaktien stiegen Lufthansa mit einem Plus von knapp 8 Prozent auf den höchsten Stand seit Mitte Juli. Die Fluglinie hat zwar in den ersten neun Monaten des Jahres operativ weniger verdient und umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Die Ende Juli gesenkte Jahresprognose hob der DAX-Konzern nun wieder etwas an. Er rechnet nun mit einem operativen Gewinn in der Nähe des Vorjahresergebnisses von gut 1,8 Milliarden Euro. Insbesondere die „schwierig zu prognostizierenden kurzfristigen Buchungen von Geschäftsreisenden“ seien im September doch besser ausgefallen als zuvor befürchtet, hieß es von den Analysten der Deutschen Bank.

    Kollaps auf Milchmarkt trifft Gea 
     
    

    Für Entsetzen an der Börse sorgte Gea, der Kurs sackt um gut 20 Prozent ab. Die Analysten von Warburg bezeichnen die Gewinnwarnung als gravierend. Gerade einmal zwei Wochen nach dem Kapitalmarkttag des Unternehmens komme sie zudem überraschend. Hauptgrund seien Verzögerungen bei der Vergabe größerer Aufträge in der Milchwirtschaft, wobei die Ursache großenteils kundenseitig zu suchen sei. Dessen ungeachtet habe Gea auch den Kollaps des globalen Milchmarktes zu spüren bekommen. Das Milchgeschäft stehe für rund 38 Prozent der Gesamtumsätze. Die Analysten raten daher, die Aktie solange von der Seitenlinie zu beobachten, bis die globale Milchkrise gelöst sei.

    Nestle enttäuscht in den Schwellenländern 
     
    

    Keine Begeisterung lösten die Geschäftszahlen von Nestle aus. „Mit einem etwas verlangsamten Wachstum hatte man ja gerechnet, aber das ist zuviel“, sagte ein Händler mit Verweis auf die gesenkte Prognose des organischen Umsatzwachstums. Vor allem in den Schwellenländern habe der schweizerische Lebensmittelkonzern erneut enttäuschend abgeschnitten. Nestle geht für 2016 nur noch von 3,5 Prozent Wachstum aus und nicht mehr wie im Vorjahr von 4,2 Prozent. Nestle fielen um 0,8 Prozent. Besser sah es bei Pernod-Ricard aus, nach Zahlenausweis des Getränkeherstellers stieg der Kurs um 1,2 Prozent.

    Das neue Management des Modehändlers Tom Tailor verschärft angesichts eines schwierigen Umfelds sein Sparprogramm drastisch. So kündigte Interims-Chef Heiko Schäfer an, sich von verlustträchtigen „Altlasten“ zu trennen, um die Profitabilität zu stärken. So sollen Produktlinien eingestellt und hunderte Filialen geschlossen werden. Wie andere Modeunternehmen auch beerdigt das Management damit den zu großen Expansionsdrang aus den vergangenen Jahren. An der Börse kam der Plan gut an, die Aktie stieg um 7,5 Prozent. Daneben bewegten Analystenkommentare einzelne Titel. So stiegen Rational mit einer Kaufempfehlung der Deutschen Bank um knapp 5 Prozent, SAF-Holland zogen nach einer Kaufempfehlung durch Berenberg um 5,7 Prozent an.

    === 
    Index                  Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                             stand       absolut          in %         seit 
                                                               Jahresbeginn 
    Euro-Stoxx-50          3.076,63       +20,69         +0,7%        -5,8% 
    Stoxx-50               2.863,14       +10,87         +0,4%        -7,7% 
    Stoxx-600                344,29        +0,65         +0,2%        -5,9% 
    XETRA-DAX             10.701,39       +55,71         +0,5%        -0,4% 
    FTSE-100 London        7.026,90        +4,98         +0,1%       +12,6% 
    CAC-40 Paris           4.540,12       +19,82         +0,4%        -2,1% 
    AEX Amsterdam            456,06        +1,38         +0,3%        +3,2% 
    ATHEX-20 Athen         1.581,75        +7,93         +0,5%       -13,7% 
    BEL-20 Brüssel         3.610,40       +11,00         +0,3%        -2,4% 
    BUX Budapest          29.340,88      +172,88         +0,6%       +22,7% 
    OMXH-25 Helsinki       3.508,37        +5,67         +0,2%        +4,4% 
    ISE NAT. 30 Istanbul  96.920,80       +82,50         +0,1%        +8,4% 
    OMXC-20 Kopenhagen       916,01        +3,53         +0,4%        -9,7% 
    PSI 20 Lissabon        4.722,42       +14,27         +0,3%       -10,9% 
    IBEX-35 Madrid         9.061,20      +111,10         +1,2%        -5,1% 
    FTSE-MIB Mailand      17.141,38       +97,04         +0,6%       -20,0% 
    RTS Moskau               987,48        -7,75         -0,8%       +30,4% 
    OBX Oslo                 569,16        +0,40         +0,1%        +5,6% 
    PX-GLOB  Prag          1.194,28        -2,18         -0,2%        -3,8% 
    OMXS-30 Stockholm      1.465,84       +10,57         +0,7%        +1,3% 
    WIG-20 Warschau        1.748,99        +4,46         +0,3%        -5,9% 
    ATX Wien               2.466,26       +19,74         +0,8%        +2,9% 
    SMI Zürich             8.069,27       -24,51         -0,3%        -8,5% 
     
    DEVISEN         zuletzt      +/- %  Do, 9.00 Uhr  Mi, 17.29 Uhr   % YTD 
    EUR/USD          1,0933     -0,29%        1,0964         1,0961   +0,7% 
    EUR/JPY        113,6624     -0,08%      113,7566         113,18  -26,4% 
    EUR/CHF          1,0848     -0,10%        1,0859         1,0849   -0,3% 
    EUR/GBP          0,8921     -0,10%        0,8929         1,1210  +21,1% 
    USD/JPY          103,97     +0,23%        103,73         103,27  -11,4% 
    GBP/USD          1,2256     -0,23%        1,2284         1,2289  -16,9% 
     
    ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.         +/- %        +/- USD   % YTD 
    WTI/Nymex         50,60      51,60         -1,9%          -1,00  +16,8% 
    Brent/ICE         51,54      52,67         -2,1%          -1,13  +15,4% 
     
    METALLE         zuletzt     Vortag         +/- %        +/- USD   % YTD 
    Gold (Spot)    1.266,69   1.269,40         -0,2%          -2,71  +19,4% 
    Silber (Spot)     17,53      17,68         -0,9%          -0,15  +26,8% 
    Platin (Spot)    933,10     946,00         -1,4%         -12,90   +4,7% 
    Kupfer-Future      2,10       2,10         -0,4%          -0,01   -2,7% 
    === 
    

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